Stiftung


 

19. Benefizkonzert der Kirchenstiftung präsentierte die „sinnlichen Seiten“ des Cello

 

Dunkel und frostig, leise und fein - so vielseitig ist das Cello

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Über 60 Musikinteressierte erlebten beim inzwischen 19. Benefizkonzert der Stiftung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Röthenbach bei St. Wolfgang eine „sinnreiche Erfahrung“: Als Solist führte Christoph Heinlein beim jetzigen Konzert die Zuhörer in die „sinnlichen Seiten“ des Cellos ein. Im Hauptberuf Musiklehrer am Wendelsteiner Gymnasium, erläuterte der Cellist dabei auch die Entstehung und die Besonderheiten der Konzertstücke und informierte über die Komponisten.

 

Bernd Bergmann freute sich als Vertreter der Kirchenstiftung bei Eröffnung des Konzerts besonders über das große Publikumsinteresse mit mehr als 60 Zuhörern und stellte kurz sowohl die Kirchenstiftung mit ihrer Arbeit wie auch Christoph Heinlein als Solisten des Benefizkonzerts vor. Dieser eröffnete sein Konzertprogramm mit einem modernen Stück, einem „Präludium“ der 1931 geborenen Komponistin Sofia Gubaidulina. An diesem Stück als Beispiel erläuterte er danach die besonderen „sinnlichen Seiten“ des Cello, das mehr als nur ein klassisches Orchesterinstrument ist und als Soloinstrument Sinnlichkeit und Emotionen vermitteln kann.

 

Ein Cello als Soloinstrument könne kühl, dunkel und frostig erklingen und wenige Takte danach warm, schnell und fröhlich oder auch leise und fein. Diese Wechsel erlebte das Publikum bei den nächsten vier Stücken: Von Johann Sebastian Bach ursprünglich für Soloflöte geschrieben, erklangen vier Sätze, die jeder für sich eine zeitgenössische Tanzmelodie als Grundmotiv hatten und je nach Entstehungsland sehr unterschiedlich waren. In eigener Weise „sinnanregend“ war ein Stück des Barockkomponisten Marin Marais, bei dem sich der Liedverlauf mit einem Melodiemotiv in Variationen vom langsam-getragenen Beginn bis hin zum schnellen Finale entwickelte.

Zoltán Kodály, der „Liedersammler“

Mit drei Sätzen aus einer Sonate von Zoltán Kodály fand das Konzert ein spannendes Finale: Kodály zog in der Zeit nach 1900 durch die ungarischen Regionen und sammelte auf dem Land - modernst ausgestattet mit einem Aufnahmegerät - typische Lieder. Deren Melodien, so Heinlein in seinen Erläuterungen, setzte er dann in seinen eigenen Werken neu zusammen. Wer danach bei den drei Sätzen in Allegro und Adagio genau hinhörte, erkannte bei den musikalischen Wechseln zwischen den hohen und tiefen Oktaven und dunklen wie hellen Stimmungsphasen durchaus manche für die ungarische Volksmusik typischen melancholischen Liedmotive.

Der große Applaus belohnte Christoph Heinlein am Ende für sein informatives wie „sinnenreiches“ Solokonzert und als Überraschung hatte er sich eine besondere Zugabe aufgehoben. Noch immer mit seinem früheren Cellolehrmeister Hartwig Kuckuck befreundet, präsentierte er ein von diesem erst 2018 komponiertes Stück und freute sich, seinen Lehrmeister auch unter den Konzertbesuchern begrüßen zu können. Auf Bitten von Heinlein hatte dieser für ihn für eine bestimmte Cello-Saitenabstimmung seine Gedanken zu einem Gedicht von Paul Celan in Noten ungesetzt und freute sich ebenso über die Präsentation seines Werks.             (jör)

 

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Das 18. Benefizkonzert stand ganz im Zeichen der musikalischen Nachwuchsarbeit

Singmäuse und Ensembles von flautississimo begeisterten

 

Röthenbach St.W. - Wie vielfältig Chor- und Instrumentalmusik in ihrer Bandbreite von klassischen Stücken bis hin zu modernen Melodien sein kann, erlebten die Zuhörer in der vollbesetzten St.Wolfgangskirche beim jüngsten Benefizkonzert der evangelischen Kirchenstiftung Röthenbach St.Wolfgang: Ganz im Zeichen erfolgreicher musikalischer Nachwuchsarbeit gestalteten der Kinderchor der „Singmäuse“ unter der Leitung von Andrea Pods gemeinsam mit mehreren Gruppen des Blockflötenensemble „flautississimo“ mit Gesamtleiterin Petra Menzl das Konzert und beide Gruppen verzichteten auf ein Honorar zugunsten der Kirchenstiftung.

 

Passend zur Begrüßung der Konzertgäste durch Bernd Bergmann im Namen der Kirchenstiftung, der das Konzert als Veranstaltung „ganz im Zeichen des musikalischen Nachwuchses“ sah, übernahmen die Röthenbacher „Singmäuse“ unter der Leitung von Andrea Pods die musikalische Eröffnung des Konzerts mit einem „Begrüßungslied“ und zwei weiteren Stücken als erstem von zwei Liederblöcken. Vor dem ersten Liederblock der Nachwuchsgruppen des Blockflötenensembles „flautississimo“ unter der Leitung von Petra Menzl oblag 1.Bürgermeister Werner Langhans die Laudatio mit Übergabe des 1.Kulturförderpreises der Gemeinde an Petra Menzl.

Im ersten Auftrittsblock selbst begeisterten sowohl das Jugendensemble mit dem bekannten Stück vom „Kleinen grünen Kaktus“ wie auch die „Ensemble-Zwerge - die bei diesem Konzert ihren ersten öffentlichen Auftritt überhaupt hatten - gemeinsam mit dem Junior-Ensemble mit zwei flotten und mehrstimmigen Stücken. Unterrichtet von Andrea Pods, bekam ebenso Bertram Nopitsch an der Gitarre mit dem Beatles-Klassiker „Yesterday“ viel Applaus. Dieser war danach auch dem Junior-Ensemble gemeinsam mit dem Nachwuchs-Ensemble von „flautississimo“ sicher für deren Auftritt mit „Meadowlands“.       

 

Große Melodien- und Musikvielfalt bei den Blockflötengruppen

Dass der musikalische Nachwuchs bei „flautississimo“ nicht nur moderne Stücke und Werke übt und beherrscht, zeigte eindrucksvoll ein Quartett des Ensembles, das zwei Sätze aus einem Opus von Antonio Vivaldi spielte. Mit einem Boogie-Woogie und dem Lied „Kinder dieser Welt“ begeisterten danach nochmals die zwölf „Singmäuse“. Ins frühe 20. Jahrhundert entführten beim Finale dann zunächst ein Trio von „flautississimo“ mit „New Braun Bag“ und ein weiteres Ragtime-Stück präsentierte das Jugendensemble und wurde sowohl bei diesem Stück wie auch beim Abschlußstück „Good news“ von Stefan Ebersberger am Klavier begleitet.                (jör)

 

 

 

 

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Musikertrio lud beim 17. Benefizkonzert mit Gitarrenmelodien zu einer „Zeitreise“ ein

Gitarrenklänge von der Renaissance bis zu Swing und Tango

 

Röthenbach St.W. - Knapp 50 Zuhörer erlebten beim inzwischen 17. Benefizkonzert der Stiftung der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Röthenbach bei St. Wolfgang mit einem Musikertrio - bestehend aus dem langjährigen Röthenbacher Pfarrer Thomas Göß, Werner Heinzel und Siegfried Girgner - eine musikalische wie informative Zeitreise mit Gitarrenstücken: Als Trio wie auch mit wechselnden Duetten und mit Solostücken reichte diese Zeitreise von der Zeit um 1500 bis ins 20. Jahrhundert mit Stücken, bei denen jeweils Kompositionen für die Gitarre oder die Laute im Mittelpunkt standen.

 

Als Vertreter der Kirchenstiftung freute sich Bernd Bergmann bei Eröffnung des Konzerts besonders, Pfarrer Thomas Göß als ehemaligen hiesigen Pfarrer nach 29 Dienstjahren in Röthenbach St.Wolfgang wieder an seinem alten Wirkungsort begrüßen zu können und stellte auch die weiteren zwei Musiker Siegfried Girgner und Werner Heinzel mit ihrer musikalischen Ausbildung vor. Die Moderation der Musikstücke und weitere Informationen dazu übernahm danach fachkundig Thomas Göß und begann die Zeitreise mit mehreren Stücken aus der Zeit zwischen 1500 und 1600, die alle unter dem Motto „Dörfliches Leben vor 1600“ standen.

Nach dem gemeinsamen Auftakt mit einem „Hunergschrei“, einer Melodie aus einer anonymen Liederhandschrift aus der Zeit um 1500, lud Werner Heinzel als Solist mit „Der Fürsdin Pauren Dantz“ zum bäuerlichen Festtreiben ein. Sowohl als Musiker- wie auch als Gesangstrio bewiesen danach die Musiker ihr Können bei dem Lied „Warum sind die Studenten“ aus einem Lautenbuch von 1603 und ließen danach musikalisch die „betrunkenen Besenbinder“ vom Fest nach Hause wanken. Ein Abendlied zur Melodie von Heinrich Isaac aus der Zeit um 1500 beendete den ersten Liederblock des Konzerts, an den sich als Reminiszenz ans aktuelle Reformationsjubiläum die Weise „Wach auf, du deutsches Land“ von Johann Walter anschloss.

 

Von der bäuerlich-bürgerlichen Geselligkeitsmusik zur barocken Konzertmusik

Mit prägenden Beispielen zeigte das Trio danach den Wandel auf, den die Gitarren- und Lautenmusik im 17. und 18. Jahrhundert von der bäuerlich-bürgerlichen Geselligkeitsmusik hin zu fürstlicher Unterhaltungsmusik und zur Konzertmusik erlebte: Wurden sowohl Paul Peuerls Melodie mit drei Sätzen wie auch das Lied „Unter alln auf dieser Erden“ des Nürnberger Komponisten Hans Leo Hassler vor allem für gesellige Gelegenheiten geschrieben, so repräsentierte die „Allemand“ des Engländers John Dowland und ein Lied seines Landsmannes Thomas Morley schon den Wechsel zur bürgerlich-herrschaftlichen Unterhaltungsmusik.

Das humorvoll belehrende Lied über die Folgen einer „Geldheirat“ des Nürnberger Musikers Johann Philipp Krieger vom Übergang zum 18. Jahrhundert stand noch in der Tradition der Unterhaltungsmusik ihrer Zeit, während ein mehrstimmiges „Allegro“ von Wolfgang Amadeus Mozart und das „Rondo“ aus einer Sonate seines Zeitgenossen Christoph Scheidler den erneuten Wechsel zur barocken Konzertmusik erlebbar machten. Im 19. Jahrhundert dann, so Pfarrer Thomas Göß, wurden Gitarre und Laute als „leise“ Instrumente von impulsiveren und lauteren Instrumenten vor allem in der Konzertmusik übertönt und verloren ihre musikalische Bedeutung.

Erst im 20.Jahrhundert erlebte die Gitarre in verschiedenen Bereichen der Musik eine Renaissance. Sie wurde jetzt als „emotionales“ Instrument bei modernen Musikstilen wie dem Swing ebenso eingesetzt wie in der südamerikanischen Musik. Passende Beispiele dafür waren beim jetzigen Konzert der „Minor Swing“ von Django Reinhardt und eine Eigenkomposition mit Siegfried Girgner als Solist, während Werner Heinzel mit „Manha de Carneval“ als Solist begeisterte und ein Tango als gemeinsamer Abschluß des Trios die spannende musikalische Zeitreise beendete - samt einer vom begeisterten Publikum gewünschten Zugabe.             (jör)

 

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Junge Solisten musizierten beim 16. Benefizkonzert in Röthenbach bei St.Wolfgang  

„Goldbach-Ensemble“ und Musikernachwuchs begeisterten

 

 

 

 

Röthenbach St.W. - Wie begeisternd und vielseitig barocke Instrumentalmusik sein kann, erlebten die Zuhörer in der vollbesetzten St.Wolfgangskirche beim 16. Benefizkonzert der evangelischen Kirchenstiftung Röthenbach St.Wolfgang unter der Motto „Junge Solisten musizieren“. Als ausführendes Ensemble konnte Organisator Bernd Bergmann das Nürnberger „Goldbach-Ensemble“ unter der Leitung von Lukas Meuli von der „Gottfried Finger-Gesellschaft“ vorstellen, das ganz dem Konzertmotto folgend mehrere junge Musikerinnen und Musiker mit ihren Instrumenten Oboe, Fagott, Sopraninoblockflöte und Violine bei ihren eindrucksvollen Solovorträgen unterstützte.      

 

Ergänzend zur Begrüßung der Konzertgäste im Namen der Kirchenstiftung stellte Bernd Bergmann die bisherigen Projekte und geförderten Aktionen der Stiftung vor wie auch die Nürnberger „Gottfried Finger-Gesellschaft“ mit dem „Goldbach-Ensemble“. Unter der Leitung von Lukas Meuli übernahmen dabei als Mitglieder des Ensembles Friederike Martius, Magdalena Büttner, Axel Stutz (alle Violine), Nadine Swierkot und Jutta Schnabel (beide Viola), Andrea Herzog (Violoncello) sowie Frank M.Ermer (Kontrabass) in gelungener Weise die Aufgabe, mehrere junge Solistinnen und Solisten bei ihren Auftritten musikalisch zu unterstützen.       

Als jüngste der diesmal auftretenden Nachwuchsmusiker eröffnete die zehnjährige Finja Klöck mit der Oboe das Konzertprogramm und begeisterte mit zwei Sätzen aus einem Konzert in F-Dur von Arcangelo Corelli auf Anhieb das Publikum. Die eher seltene Instrumentenkombination einer Streichergruppe mit dem Fagott erlebten die Zuhörer danach beim Auftritt von Victor König. Bei seinen drei vorgetragenen Sätzen aus einen Konzert von Antonio Vivaldi überraschte er die Konzertbesucher mit den vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten seines Instruments mit eigenständigen musikalischen Motiven und mehr bei seinen Soli.   

 

Kleine Blockflöte mit großer Oktavenreichweite

Mit zusätzlichen Informationen über die jeweiligen Stücke oder deren Komponisten bot Ensembleleiter Lukas Meuli zwischen den Stücken interessante Einblicke zu Entstehung und Ideen der vorgetragenen Werke. Dabei wechselte die musikalische „Reise“ zwischen Venedig und Deutschland und als nächste Solistin begeisterte Annika Reichert mit der Oboe bei der „Sinfonia“ zu einer Kantate von Johann Sebastian Bach. Sie bot zudem einen zweiten beeindruckenden Auftritt im Konzertprogramm, als sie mit Magdalena Büttner als weiterer Solistin an der Violine das „Vivace“ aus einem Konzert von Johann David Heinichen präsentierte.  

Ein Höhepunkt des Konzerts war auch der Auftritt von Franziska Schreyer, die mit ihrem seltenen Instrument - der „Sopraninoblockflöte“ - in ihren Soloabschnitten bei drei Sätzen aus einem Konzert von Antonio Vivaldi eine ungewöhnliche musikalische Vielfalt bot. Sowohl mit ihrem großen Oktavspektrum wie auch den verschiedenen Motiven mit schnellen Läufen und Gegenmelodien überraschte und verzauberte sie bei ihrem Spiel die Zuhörer. Als weiterer Solomusiker setzte Martin Hörlbacher die Reihe der Auftritte mit der Oboe fort und begeisterte mit seinen Soli bei drei Sätzen aus einem Konzert von Johann Sebastian Bach.         

Bevor das Ensemble zum Finale einen weiteren Höhepunkt bot, hatte nochmals Lukas Meuli interessante Informationen wie etwa, dass Bach - um seine zahlreichen Aufträge alle zu erfüllen - notfalls musikalische Motive „recycelte“, da das zuvor von Martin Hörlbacher gespielte Konzert aus Versatzstücken anderer Werke entstand. Das Finale selbst bestand aus einem gemeinsamen Auftritt der Solisten mit dem Musikerensemble und der Ensembleleiter bat dafür das Publikum um „Ehrbezeugung“, denn die jungen Musiker und das Goldbach-Ensemble spielten den „Einzug der Königin von Saba“ aus dem Oratorium „Solomon“ von Georg Friedrich Händel.              (jör)       

 Artikel von Dr. Jörg Ruthrof im Schwabacher Tagblatt

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Am Sonntag, 25. September 2016 fand das

15. Benefizkonzert der Stiftung unter dem Motto Trio Collegio – vielsaitig

statt.

Vielsaitig, da das Trio Collegio auf rund 80 Saiten musizierte.

Vielseitig, denn sie spielen Musik vom Barock bis zu zeitgenössischen Komponisten, von klassischer Musik über traditioneller Volksmusik – aus fast der ganzen Welt – bis zu bekannten Pop-Songs und Filmmusiken.

 

 

Das „Trio Collegio“ begeisterte beim Benefizkonzert in Röthenbach bei St.Wolfgang

Musikalische „vielsaitig-vielseitige“ Zeit- und Europareise

 

Röthenbach St.W. - Bereits seit acht Jahren präsentiert die evangelische Kirchenstiftung in Röthenbach St. Wolfgang als Teil ihrer Aktivitäten zweimal jährlich Interessierten musikalischen Kunstgenuss in vielfältiger Weise in Form von Benefizkonzerten. Das jetzige Herbstkonzert stand dabei wie in den Vorjahren im Zeichen klassischer Musik und diesmal begeisterte das „Trio Collegio“ aus Neumarkt/Opf., ein Ensemble aus Musiklehrern, die Konzertbesucher sprichwörtlich mit einer „vielseitig-vielsaitigen“ Zeit- und Europareise mit Volksmusik, Eigenkompositionen und Arrangements von Stücken aus der Barockzeit bis zur modernen Filmmusik.    

 

Bernd Bergmann stellte als Vertreter der Kirchenstiftung bei der Begrüßung der Konzertbesucher die bisherigen Projekte und geförderten Aktionen der Stiftung kurz vor, während er die Vorstellung der musikalischen Gäste des Abends, dem „Trio Collegio“, den drei Musikern selbst überließ. Vor mehr als 20 Jahren als „Zufallsgruppe“ entstanden, spielen Edith Hilbich (Diskantzither), Bernhard Hilbich (Basszither) und Roland Frank (Gitarre und Blockflöten) - alle arbeiten als Musiklehrer an der städtischen Musikschule in Neumarkt/Opf. - seitdem als festes Ensemble zusammen und sind auch stets darauf bedacht, ihr Repertoire an Stücken weiterhin zu vergrößern.

Dem musikalischen Auftakt mit einer „Festtags-Polonaise“ als bayerisches Volksmusikstück ließ das Trio bei idealer Akustik für ihre Instrumente in der St.Wolfgangskirche als klassisches Stück das „Andante“ als Satz aus einem Opus von Antonio Vivaldi folgen, zumal die instrumentale Zusammensetzung in gelungener Weise die mehrstimmige Originalvorlage widerspiegelte. Und dass Volksmusik keineswegs alt sein muß, bewiesen eindrucksvoll die drei Stücke „Auf der Gartenbank“, der „Kerzenschein-Landler“ und ein weiterer Landler, die der Wendelsteiner Musikerkollege Hermann Lahm geschrieben und dem Trio fürs Repertoire überlassen hat.

 

Eigenkompositionen und die Filmmelodie „Der dritte Mann“

Wie vielseitig und mit ihren Instrumenten „vielsaitig“ das Trio ist, zeigten auch die nächsten Stücke: Während der „Kelten-Landler“ als spannende Eigenkomposition aus musikalischen Elementen der bayerischen Volksmusik und irisch-keltischer Musik einen weiteren Aspekt des Könnens der drei Musiker präsentierte, entführte der „Danza da Saudade“ als Melodie mit typisch portugiesischen Musiktraditionen und komponiert von Dieter Kreidler die Konzertbesucher von Irland nach Südeuropa. Über die Dolomiten ging die Europareise mit einem ladinischen Liebeslied zunächst wieder retour nach Mitteleuropa.

Eine „herrschaftliche“ Rarität der bayerischen Musikgeschichte war hier der „Bauernmarsch“, der im 19. Jahrhundert von Herzog Max in Bayern - dem „Zither-Maxl“ und Vater der österreichischen Kaiserin Elisabeth („Sisi“) - komponiert wurde. Die musikalische „Rundreise“ ging dann über Böhmen - mit einem typisch böhmischen Walzer - weiter nach Irland mit „Inisheer“, der „Inselhymne“ der dortigen Insel Inis Oírr, und nach Schweden mit dem Walzer „Tröstvals“. Ein sakrales Musikstück führte danach wieder zurück nach Bayern und beschloss so die kurzweilige musikalische Zeit- und Europareise des Benefizkonzerts.

Zwei „Höhepunkte“ hob sich das „Trio Collegio“ dann fürs Finale und die Zugabe auf und verabschiedete sich mit zwei modernen Melodien, die erneut die erstaunliche Vielfalt und Einsetzbarkeit traditioneller Musikinstrumente auch über die reine Volksmusik hinaus zeigten: Ein eigenständiges und spannendes neues Klangbild bot dabei das Arrangement von Joe Cockers „With a little help of my friends“ als erstes der beiden angekündigten modernen Melodien und als Klassiker moderner Filmmusik mit der Verwendung der Zither begeisterten die drei Musiker die Zuhörer mit der Titelmelodie „Der dritte Mann“ als Zugabe.              (jör)       

 Artikel von Dr. Jörg Ruthrof im Schwabacher Tagblatt