Röthenbacher Vorträge

 

Montag, 25. November 2019 um 19:30 Uhr

Als ein Kind bist Du gekommen: Neue Zugänge zu Weihnachten

 Referent: Prof. Dr. Georg Langenhorst, Großschwarzenlohe, Universität Augsburg

Jedes Jahr wiederholt sich der Kreislauf: Advent, Weihnachten, Neujahr. Für viele ist das eine schöne Routine, geprägt von Bräuchen und liebgewonnen Traditionen. Aber was feiert man da eigentlich? Was heißt das: "Gott wird Mensch"? Kann man das so sagen, dass man es wirklich verstehen kann? Und: Ändert sich dadurch etwas im Leben? Wie wäre das: wenn Weihnachten einen wirklichen Aufbruch ermöglicht? Diesen und weiteren weihnachtlichen Fragen stellt sich der Vortrag.

 Literaturtipp: Georg Langenhorst: Als ein Kind  bist Du gekommen. Neue Zugänge zu Weihnachten (Freiburg: Herder 2016)

 Eintritt frei

 

 

Montag, 20. Januar 2020 um 19:30 Uhr

Grenzen setzen - konsequent sein!

 Referentin: Christine Schmidt, Dipl. Sozialpädagogin, Feucht


Ausgehend von der Annahme, dass Kinder und Familien Grenzen brauchen, um so harmonisch wie
möglich bestehen zu können, geht es bei diesem Thema zum einen um Grenzsetzung und
konsequentes Verhalten als notwendige Erziehungsmittel, zum anderen um kompetente Eltern, die
Kinder respektvoll führen, Orientierung und Halt geben.

Eintritt frei

 

Montag, 17. Februar 2020 um 19:30 Uhr

Was fehlt der evangelischen Kirche?  - Theologische Denkanstöße

Referent: Kirchenrat Prof. Dr. Ralf Frisch, Evangelische Hochschule Nürnberg

Prof. Dr. Ralf Frisch fragt sich, ob die evangelische Kirche der Gegenwart womöglich mehr an den Menschen und seine ethischen Möglichkeiten als an Gott als Grund und Geheimnis der Welt glaubt. Wenn das der Fall ist, dann droht sich das Evangelium in Humanismus und Zwischenmenschlichkeit aufzulösen. Es könnte sein, dass eine Kirche, die angesichts der letzten und existenziellen Fragen des Menschen sprachlos geworden ist und sich stattdessen dabei überhebt und darin erschöpft, die Welt zu retten, keine Zukunft hat. Vielleicht kann die Welt ja auf eine Kirche verzichten, die so sehr von dieser Welt ist, dass sie  Gott vergessen hat und deshalb auch nicht mehr das Salz der Erde und das Licht der Welt ist. Der religionskritische Philosoph Ludwig Feuerbach erkannte das bereits im 19. Jahrhundert. Für Feuerbach war der Fortbestand der Kirchen keineswegs ein Zeichen echten Glaubens. Denn auch die Gläubigen, die von Gott reden, suchen Hilfe letztlich nur beim Menschen. So ist der Segen Gottes „nur ein blauer Dunst von Religion, in dem der gläubige Unglaube seinen praktischen Atheismus verhüllt“. Dieser praktische christliche Atheismus, der den Glauben an Gott durch den Glauben an den Menschen ersetzt hat, ist das eigentliche Problem des Christentums unserer Zeit. – Herzliche Einladung zu einem inspirierenden und sicherlich provokanten Vortrag mit Gelegenheit zu kontroverser Diskussion im Anschluss!

Eintritt frei

 

Montag, 2. März 2020 um 19:30 Uhr

Bürgermeisterwahl 2020 -

Bürgermeister Langhans (CSU), Herr Maximilian Lindner (SPD) und Frau Carolin Töllner (Grüne)

stellen sich und ihr Programm vor und beantworten Fragen aus der Bürgerschaft.

 

Montag, 16. März 2020 um 19:30 Uhr

Franziskus und Luther: Freunde über die Zeiten

 Referentin: Sr. PD Dr. Nicole Grochowina, Communität Christusbruderschaft Selbitz

Ihr radikales Ringen mit Gott; ihre Suche nach dem, was nicht aufgeht im Wäg- und Messbarem; ihre Erschütterung angesichts eines Gottes, der nichts will als Liebe ohne vorausgehende Leistung; ihr gegenüber jeglicher staatlicher oder kirchlicher Autorität unerschrockenes Bemühen, diesem als erstrangig Erkanntem nichts vorzuziehen all das zeichnet Franziskus und Luther bei allen Unterschieden gleichermaßen aus.

Die Konsequenzen, die beide daraus zogen, waren freilich sehr verschieden: Die franziskanische Armut konnte und wollte Luther bei aller Wertschätzung für Franziskus nicht leben; die Kirche zu erneuern und sich ihr doch zugehörig wissen, entwickelte sich bei Luther ganz anders.

Indem Sr. Dr. Nicole Grochowina beider Leben als ein unaufhörliches existentielles Ringen nachzeichnet, stellt sie das heraus, was die beiden miteinander als auch mit uns heute verbindet.

 Eintritt frei

 

Montag, 6. April 2020 um 19:30 Uhr

Jüdisch glauben ? - Jüdisch leben !

 Referent: Dr. Axel Töllner, Neuendettelsau

Sind Christentum und Judentum „zwei Glaubensweisen“, wie der Philosoph Martin Buber einmal geschrieben hat? Zwar spielt in beiden Traditionen die Beziehung mit Gott eine zentrale Rolle, doch hat der Glaube im Judentum dabei nicht denselben Stellenwert wie im Christentum. Warum das so ist und welche Schwerpunkte Jüdinnen und Juden setzen, erläutert Axel Töllner am 20. April 2020 bei den Röthenbacher Vorträgen.

Der Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern ist landeskirchlicher Beauftragter für den christlich-jüdischen Dialog und leitet das Institut für christlich-jüdische Studien und Beziehungen an der Augustana-Hochschule in Neuendettelsau.

 Eintritt frei

 

Montag, 11. Mai 2020 um 19:30 Uhr

Vom Wert und Sinn der Arbeit

 Referent: Prof. Dr. Werner Lachmann, Roth

 Eintritt frei

 

Montag, 8. Juni 2020 um 19:30 Uhr

Jewgeni Jewtuschenko (1933 - 2017): "der Junge aus Sibirien"

ein literarisch-musikalischer Abend

 Vortrag: Dr. Gerd Zimmermann, Göttingen

Klavier: Stefan Glaßer, Wendelstein

Querflöte: Corinna Frühwald, Wendelstein

Eintritt 10 Euro

 

Montag, 13. Juli 2020 um 19:30 Uhr

Natur als Vorbild für Technik - Das Bionicum im Nürnberger Tiergarten

 Referent: Thomas Rode, Bionicum Nürnberg

Von den Erfindungen der Natur lernen und in die Technik umsetzen – das ist Bionik. In der Bionik nutzen wir Menschen den Ideenreichtum der Natur, der sich in der gesamten Artenvielfalt widerspiegelt. Die Vielfalt der Arten spielt in der interaktiven Ausstellung im Bionicum im Nürnberger Tiergarten eine große Rolle. Kinder und Erwachsene können anhand von Originalexponaten, Experimenten zum Mitmachen und spannende Hintergrundinformationen in die Bionik eintauchen.

Der Vortrag stellt das Bionicum als Ausflugsziel für die ganze Familie vor und zeigt auf, wieso die Artenvielfalt die Grundlage für die Bionik ist. Zum Abschluss wird als besonderes Highlight der Roboter Nao präsentiert: Er kann laufen, tanzen und sprechen. Auch hier wird gezeigt, wie die Natur zum Vorbild für Roboter wird.

Eintritt frei

 

Montag, 21.September 2020 um 19:30 Uhr

"Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus"

Max Webers oft missverstandene Erklärung des Aufstiegs des modernen Kapitalismus

 Referent: Prof. Dr. Rainer Gömmel, Röthenbach b. St. Wolfgang

Max Weber ( 1864-1920) hat im Laufe seines relativ kurzen Lebens eine Vielzahl wissenschaftlicher Werke von grundlegender und dauerhafter Bedeutung veröffentlicht. Sie umfassen zentrale Gebiete der modernen Gesellschaft,  Arbeiten zur Soziologie, Ökonomie, Rechts-, Geschichts-, Religions- und Kulturwissenschaft. Besonderes und internationales Aufsehen erregten seine zwei zusammenhängenden Aufsätze im November 1904 und im Juni 1905 mit dem Titel „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“.

Die darin zum Ausdruck kommende These, üblicherweise als „Protestantismus-Kapitalismus-These“ oder kurz „Weber-These“ bezeichnet,  gilt als „zum Kernbestand der Großen Erzählungen der Menschheit zählend“. Diese These, die eine Erklärung zum Aufstieg des modernen Kapitalismus liefert, löste sofort eine weltweite heftige Diskussion aus, die bis heute darin besteht, ob überhaupt und wenn ja, in welcher Form ein Zusammenhang zwischen Protestantismus und den Ursprüngen des modernen Kapitalismus besteht.

Das Referat skizziert Webers These und stellt sie der wirtschaftlichen Realität gegenüber.

Eintritt frei

 

Montag, 12. Oktober 2020 um 19:30 Uhr

Feinde, Freunde oder Fremdlinge?

über den Zusammenhang der christlichen und naturwissenschaftlichen Erkenntnisweisen

 Referent: Pfarrer Dr. Guy M. Clicqué, Schwabach

Das Verhältnis der beiden Erkenntnisweisen, der christlichen und der naturwissenschaftlichen, wird bis heute von vielen vor allem im Sinne einer Feindschaft verstanden: Entweder haben Galileo und Darwin recht – oder aber die Bibel. Ein solches Schwarz-Weiß-Denken erscheint jedoch bei weitem zu einfach zu sein, denn tatsächlich gibt es zwischen beiden Unterschiede wie Gemeinsamkeiten. Weiterführen kann hier, die spezifischen Ein-Sichten des christlichen Glaubens und die der Naturwissenschaft wahrzunehmen und beide in konstruktiver Weise aufeinander zu beziehen. So können Zusammenhänge deutlich werden, die beide Erkenntnisweisen zugleich in ihrer Eigenart wahrnehmen und ernstnehmen.

 Eintritt frei

 

an einem Montag im November 2020 hält Berthild Sachs, die neue Dekanin im Dekanat Schwabach 

einen Vortrag

der genaue Termin und das Thema werden noch bekannt gegeben

 

 

Die Vorträge finden im Ev. Gemeindehaus,

Am Kirchberg 4, 90530 Wendelstein, OT Röthenbach b.St.W.

statt

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen

Evang.-Luth. Kirchengemeinde Röthenbach b. St. Wolfgang

Bernd Bergmann, Tel. 09129/6893 E-mail: bernd.bergmann@online.de